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  • : 3.07.2008

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Mittwoch, 23. juli 2008

Meine Laune heute:
Zwischen "nicht vorhanden" und "leicht reizbar"

Erwähnenswerte Vorkommnisse:
Wir haben meiner Schwester endlich ein Notebook bestellt, also bekomme ich meins wieder. HURRA! Brauche nur ein neues Netzkabel und muss das "b" wieder ankleben. Wie neu also ...

Mantra des Tages:
Auch alte Nachbarinnen sind Gottes Kinder und ich bin bereit, sie zu lassen wie sie sind.

Tagescookie:
Schokowaffel, holdrio

Aktivitätslevel:

vergleichbar mit dem einer Pflanze

Kommunikationslevel:
vergleichbar mit dem einer Pflanze

State Of The Dog:
das Tier hat Durchfall ... aber ansonsten gut drauf, ausgiebig mit Hasi gespielt

Bilanz:

Wenn man vorübergehend aus diversen persönlichen Gründen das Elternhaus trotz erreichter 30 Jahre Erdenanwesenheit bewohnt, muss man mit der Neugier der Nachbarschaft rechnen.

Und da in diesem Kaff sonst nichts Spektakuläres passiert, wiegelt sich die Sensationslüsternheit in besonderen Fällen ins Unermessliche, so dass Pietät, Anstand und Benimm gerne mal weit über Bord geworfen werden.

Dem unnachgiebigen Frageschwall ist dann tatsächlich so gerade eben noch mit der offiziellen Verweigerung der Auskunft zu entkommen. "Mein Privatleben geht die Nachbarschaft nun wirklich nichts an". So gerade eben ...

Natürlich lässt man Raum für Spekulationen, wo der Phantasie keine Grenzen gesetzt werden, geht sie schon mal mit ihrem Benützer durch. Von mir aus sollen die Nachbarn sich was zusammenreimen, ob ich nun auf der Flucht, gerade aus dem Knast/der Psychatrie entlassen, bankrott oder sterbenskrank bin, letztlich ist es eh nur eine Tages-Sensation auf einer beschaulichen Straße in einer kleinen Stadt.

Und wo wir gerade bei nachbarschaftlicher Freude sind: Kinder sind doch wirklich ein Segen. Lauter kleine Wunder des Lebens rund um unseren Garten, so viel Lebenslust ... eine wahre Wonne. Bezaubernd, wie sie die Zäune einreißen, Bälle in die Fenster schießen und den Sperrmüll durch die komplette Siedlung verteilen. Und wie sie sich untereinander verständigen ...  da kann unser eins noch was dazu lernen, wir kommen ja aus einer ganz anderen Zeit, da kannten wir Ausdrücke wie "arschgefickter Hurensohn" in solch einer Klarheit noch gar nicht.
Ja, so einen kleinen Racker möcht ich auch mal haben, wenn ich groß bin. Wenn ich so 130 bin.

 

Aber wir reden ja von Vorübergängen. Ich zähle also die Tage, bis ich der Provinz den Rücken kehren kann und wieder meine geliebte Wahlheimat bewohne. Da, wo mich die Nachbarn von zwei Häuser weiter nicht mit Namen kennen.
von fatcake - veröffentlicht in: Tagebuch
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